BDI Fachpapier Energie und Klima
Zum Anlass der anlaufenden Sondierungsgespräche zur Bildung der nächsten Bundesregierung hat auch der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), in dem der VDPM über unseren Dachverband bbs organisiert ist, ein Fachpapier Energie und Klima veröffentlicht.
Im Kapitel Voraussetzungen für Gebäudesanierungswelle schaffen fordert der BDI u.a.:
Verlässliche und attraktive Sanierungsförderung etablieren: Die Gebäudesanierungsförderprogramme müssen – weitestmöglich technologieoffen ausgestaltet – unter Berücksichtigung des technischen Fortschritts längerfristig angeboten werden und entsprechend ausfinanziert werden. Mit zunehmender Dauer sollte die Förderung degressiv absinken. Eine einkommens- bzw. vermögensabhängige Stufung ist sinnvoll. Um eine Stagnation der Sanierungsrate aufgrund erneuter Stopps und Kürzungen der Programme zu verhindern, darf das Förderbudget nicht weiter absinken und bei verstärkter Nachfrage müssen zügig ergänzende Mittel verfügbar gemacht werden. Die BDI-Transformationspfade-Studie sieht für den geforderten Hochlauf der Gebäudesanierung einen Budgetbedarf zum Jahr 2030 in Höhe von 20 Mrd. Euro pro Jahr.
Wohnungsbauoffensive starten: Um dem Bedarf an deutlich mehr klimafreundlichem Wohnraum zu entsprechen, ist eine langfristige und verlässliche Förderkulisse nötig. Dafür ist u.a. Kontinuität bei Zinsvergünstigung für Wohnungsneubau erforderlich. Bestehende Förderprogramme müssen vereinfacht und einem breiteren Nutzerkreis zugänglich gemacht werden. Der eingeschlagene Weg zur Reduzierung von Kostentreibern beim Bauen – etwa im Rahmen des Bund-Länder-Paktes für Planungs-, Genehmigungs- und Umsetzungsbeschleunigung – muss konsequent fortgesetzt werden.
Das Papier ist auf der Website des BDI veröffentlicht.