Mauermörtel

Mauermörtel ist ein unverzichtbarer Baustoff im Mauerwerksbau und verbindet einzelne Steine zu einem tragfähigen Gefüge. Er gleicht Unebenheiten aus, überträgt Lasten gleichmäßig und sorgt für die Stabilität sowie Dauerhaftigkeit des Mauerwerks. Je nach Anforderungen an Festigkeit,

Witterungsbeständigkeit oder Verarbeitungseigenschaften kommen unterschiedliche Mörtelarten zum Einsatz, etwa Normalmauermörtel, Leichtmauermörtel oder Dünnbettmörtel.

Normalmauermörtel

Normalmauermörtel ist der Mörtel für alle Fälle. Ob Innen- oder Außenwände, ob Keller oder Obergeschoss: Mit Normalmauermörtel entsteht das klassische Mauerwerk mit einer Fugendicke von 12 mm. Die Festigkeitsklasse gibt der Statiker vor. So ist sichergestellt, dass ein standfestes Gebäude entsteht, das seinen Bewohnern die höchstmögliche Sicherheit bietet. Übrigens: Gerade die 12 mm dicke Fuge hat viele positive Eigenschaften. Sie wirkt im Mauerwerk wie ein ausgleichender Puffer und kann unvorhergesehene Verformungen viel besser ausgleichen als dünnere Fugen. Eine Eigenschaft, die man sich z.B. in Regionen mit einer gewissen Erdbebengefahr zu Nutze macht.

Dünnbettmörtel

Dünnbettmörtel wird zum Vermauern („Kleben“) von Steinen eingesetzt, die besonders maßgenau produziert sind (Plansteine). Die Fugendicke beträgt nur 1-3 mm. Wichtig für den Bauherren ist, dass auch Dünnbettmörtel vollflächig aufgetragen wird und ein geschlossenes Mörtelband in ausreichender Dicke entsteht. Nur so lassen sich Schwachstellen vermeiden.

Leichtmauermörtel

Leichtmauermörtel hat zugleich wärmedämmende Eigenschaften. Er kommt zum Einsatz, wenn die Mauersteine neben ihrer tragenden Funktion auch den Wärmeschutz übernehmen sollen. Beispiele sind Leichtbetonsteine oder Hochlochziegel. Auch Leichtmauermörtel wird in einer Fugendicke von 12 mm vermauert. Er stellt sicher, dass die Mörtelfuge nicht zu einer Wärmebrücke wird.

Mörtel für Verblendmauerwerk

Verblendmauerwerk hat sich seit Jahrzehnten besonders in Nord- und Westdeutschland als wetter­beständige, langlebige und nahezu wartungsfreie Fassadenkonstruktion bewährt. Als Bestandteil der Außenwand schützt es das Gebäude nachhaltig vor Witterungseinflüssen, insbesondere vor Feuchtigkeit. Darüber hinaus ist Verblendmauerwerk ein wichtiges optisches Gestaltungselement von Gebäuden. Beide Funktionen erfordern eine sehr sorgfältige Aus­führung des Verblendmauerwerks. Die optische Gestaltung der Fugen im Verblendmauer­werk erfolgt durch zeitnahen Fugenglattstrich des Vormauermörtels oder durch nachträgliches Verfugen mit speziellem Fugenmörtel.

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